Hallo zusammen,
ich verstehe eure Bedenken. Insbesondere:
Friedel hat geschrieben:Jeder Gefangene kann am ersten Tag selbst erkennen, dass es mindestens einen Blauäugigen gibt. Die Initialisierung erfolgt also auch ohne die Aussage, und zwar nicht erst wenn er das sagt, sondern am ersten Tag.
Darum hatte ich auch auf "Unwissenheit schafft Wissen" verwiesen. Denn dort haben Max und Anna nach der Vergabe von Summe und Produkt das gleiche Problem. Beide wissen, dass weder sie selbst noch der Ratepartner die beiden gesuchten Zahlen kennen können. Dennoch erlaubt der Dialog, zur Lösung zu kommen. Das impliziert, dass beide die Mittel verwenden, die die Aufgabe lösbar machen würden, wenn sie einfacher gewesen wäre, d.h. Max mit seiner ersten Aussage ausreichend Information mitteilen
könnte, dass Anna danach die Lösung sicher weiss.
Man muss den Gefangenen tatsächlich unterstellen, dass alle die Reduktionen der Problemstellung auf einen Blauäugigen ohne Absprache durchführen und die beschriebene Argumentationskette verwenden. Das wäre analog zu "Unwissenheit schafft Wissen". Sonst kann man dem Argument:
Phoenix hat geschrieben:Der Tipp des Kapitaens wuerde nur etwas bringen, wenn es nur eine Person mit blauen Augen gaebe. So aber bringt er nichts, da, wie schon gesagt, jede Person 99 oder 100 Personen mit blauen Augen sieht. Die Aussage enthaelt keine weiteren Informationen.
nichts entgegenstellen.
Allerdings verstehe ich noch nicht:
Friedel hat geschrieben:Hätten nur die blauäugigen (oder nur eine andere Augenfarbe) die Chance, die Insel zu verlassen, würde es so funktionieren. Dadurch, dass jede Augenfarbe diese Chance hat, funktioniert es nicht und keiner kommt frei.
Ist auf alle Fälle

Muss nochmal drüber nachdenken.
Gruß Otmar
Lg. Otmar