Hi,
nach langer Pause, woran hauptsächlich mein toller Preis für den Champion des Monats schuld war, bringe ich wieder ein Logical von einem meiner zahlreichen Hobbies.
Inspiriert hat mich die gute Resonanz von Cujo's Rätsel-Logical. Einem 5x5er, das ja deutlich komplizierter ist, als das Standard-Logical.
Schach
Viele Partien blieben der Nachwelt, nicht zuletzt, wegen der genialen Kombinationen in Erinnerung. Sie erhielten eigene Bezeichnungen oder wurden in Filmen verewigt.
Wer spielte wann gegen wen, was war das für ein Turnier und wodurch wurde es populär?
Weiß Schwarz Film/Partie Jahr Wo
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Anderessen Bronstein 2001 1785 Berlin
Legal Conel Hugh Columbo 1852 Hamburg
Roesch Kieseritzky James Bond 1910 Leningrad
Spasski Schlage Seekadett 1948 Maastrich
Wolthuis St. Brie Unsterbliche 1960 Paris
Die Hinweise
1) Das Seekadettenmatt ist ein Bühnenstück mit Lebendfiguren, aber das Original entstand um 1750-1785, in einem Caffee, nicht in Berlin oder Maastrich.
2) Die Spasski-Bronstein-Partie der UDSSR-Meisterschaft in Leningrad, war irgendwann nach der Maastricher Partie, die als Vorlage für den Columbo-Film, Schach dem Mörder, diente.
3) Die geniale Kombination, wenn auch nicht mit erzwungener Zugfolge, der Hamburger Partie, wurde im Kubrik-Film "2001" verwendet, um zu signalisieren, dass mit HAL9000 etwas nicht stimmt.
4) Irgendwann nach der Legal-Partie und irgendwann vor der Maastricher-Partie wurde die Unsterbliche gespielt. Roesch hingegen spielte gegen Schlage.
5) Spasski spielte irgendwann nach Wolthuis. Wolthuis wurde übrigens Letzter, aber der Sieg dürfte für alles entschädigt haben.
6) St. Brie hatte nichts mit Columbo zu tun, spielte vor 1900 und nicht in Leningrad oder Hamburg. Und er spielte auch nicht gegen Wolthuis.
7) Weder für Columbo noch für 2001 nahm man die Partie mit Kieseritzky. Der trat nach St. Brie auf den Plan.
8) Maastrich war unmittelbar vor Leningrad und unmittelbar nach der 2001-Vorlage. In keiner der genannten Städte war Andressens denkwürdiges Ereignis. Nach diversen Analysen machte Andressen hierbei keineswegs immer die stärksten Züge und es ist einhellige Ansicht, dass er sich leicht hätte veropfern können und dann plötzlich im Hemd dagestanden wäre. Aber es ging noch mal gut.
9) Für 2001 lieferte Andressen nicht die Vorlage, genausowenig, wie er mit Conel Hugh spielte. Conel Hugh O'Donnel Alexander, ein Spitzenkryptoanalytiker aus der ENIGMA-Zeit (und Kolege vom Turing) andererseits, hatte nichts mit 2001 am Hut.
Also, viel Spass dann!
H.-P.
Zuletzt geändert von Hans-Peter am Sonntag 14. Februar 2010, 22:13, insgesamt 2-mal geändert.